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 Notfallseelsorge
- Erste Hilfe für die Seele
Wenn Feuerwehren zu solchen Unfällen
gerufen werden, erleben sie häufig extreme Belastungen für Körper und
Seele. Das gilt für die Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter,
Ersthelfer, aber auch für Unfallzeugen oder unverletzte Mitfahrer.
Um diese Menschen kümmert sich besonders
die Notfallseelsorge.
Zunächst betreut sie die unmittelbar
Betroffenen, begleitet sie am Einsatzort und hilft ihnen, langsam wieder
in die "Normalität" zurückzufinden.
Dafür kann der Notfallseelsorger über die
bekannte Notrufnummer 112 von jedem alarmiert werden.
Der Einsatz der Notfallseelsorge ist
kostenfrei.
NOTFALLSEELSORGER SIND "BOTSCHAFTER DES LEBENS" AN DER GRENZE DES TODES
(aus einem Grundlagenpapier zur Notfallseelsorge)
Notfallseelsorger sind kirchliche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Kirchen, die dafür eine
spezielle Ausbildung absolviert haben. Sie arbeiten eng mit den
Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehr zusammen und sind über eine
organisierte Dienstbereitschaft Tag und Nacht zu erreichen.
Weiter unterstützen die
Notfallseelsorger/innen die Notärzte und den Rettungsdienst, wenn nach
Einsätzen Angehörige zuhause betreut werden müssen. Und sie begleiten
die Polizeibeamten auf Anforderung, die die Nachricht von einem
Todesfall den Angehörigen überbringen müssen.
Speziell für die Feuerwehr(en) gibt es das
Angebot der "FEUERWEHR-SEELSORGE".
In der Ortsfeuerwehr Nordhorn ist
Pastoralreferent Ludger Pietruschka als Mitglied der Feuerwehr mit der
Aufgabe "Fachberater Seelsorge" beauftragt. Er versieht ehrenamtlich -
wie alle Feuerwehrleute - seinen Dienst bei den Übungen und
Dienstabenden in der Ortsfeuerwehr Nordhorn. Bei Einsätzen wird er gemeinsam mit der Feuerwehr
alarmiert und begleitet die Feuerwehrleute zu den Einsatzorten.
"ICH KANN JEMANDEM AUCH ANSEHEN, DASS ER JETZT GERADE (NOCH) NICHT REDEN
WILL. DANN WARTE ICH EBEN. IRGENDWANN KOMMT DER MOMENT, DANN MUSS ES
RAUS."
(Ludger Pietruschka)
Feuerwehrseelsorger sind den Kameradinnen
und Kameraden bekannt und vertraut. Im Einsatz fassen sie dort mit an,
wo sie als Feuerwehrleute benötigt werden, haben aber auch ein Auge für
die Mitglieder der Wehr und ihre Belastungen im Einsatz (z.B. bei
schweren Verkehrsunfällen, Bergungen von Toten usw.).
Nach dem Einsatz sind sie ansprechbar für
alle, die noch "eine Runde reden möchten".
Pastoralreferent Pietruschka arbeitet in
der Ausbildung der Feuerwehrleute auf Landkreisebene mit und informiert
dort die Kameradinnen und Kameraden zum Thema "Einsatzstress und Umgang
mit seelischen Belastungen nach Einsätzen".
Bei größeren Schadenslagen teilen sich
Notfallseelsorger und Feuerwehrseelsorger die Arbeit. Dort wo es keine
Feuerwehrseelsorger gibt, übernimmt selbstverständlich die
Notfallseelsorge die Nachbetreuung der Einsatzkräfte, wenn diese es
wünschen.
Weitere
Informationen zum Thema Notfallseelsorge finden Sie unter folgenden Links:
http://www.notfallseelsorge.de
http://www.feuerwehrseelsorge-niedersachsen.de
http://www.bistum-osnabrueck.de/s237.html
http://www.notfallseelsorge-frankfurt.de/einsatz.html
http://www.fuk.de/psychosoziale-unterstuetzung/ |