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Feuerwehrtechnische Zentrale in Nordhorn

FTZ- Feuerwehrtechnische Zentrale


Die FTZ  ist zuständig für die 19 Ortsfeuerwehren des Landkreises Grafschaft Bentheim. Sie ist im Jahre 1999 in Nordhorn an der WietmarscherStr. 31 neben dem Feuerwehrhaus der OF Nordhorn gebaut worden, da die alten Räumlichkeiten in der Bachstraße für die anfallenden Arbeiten zu klein wurde.

Anschrift: 

Feuerwehr Technische Zentrale
des Landkreises Grafschaft Bentheim

Wietmarscher Str.31
48531 Nordhorn
Tel.(0 59 21) / 97 11 80

 

 

Aufgaben einer FTZ

Die Aufgaben eines Landkreises und einer kreisfreien Stadt ergeben sich aus § 3Absatz (1) des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes.

  1. Durchführung von Ausbildungslehrgängen
  2. Einrichtung und Unterhaltung der zur überörtlichen Alarmierung und Nachrichtenübermittlung erforderlichen Anlagen.
  3. Einrichtung und Unterhaltung der Feuerwehr Technischen Zentrale ( FTZ ) zur Unterbringung, Pflege und Prüfung von Fahrzeugen, Geräten und Material.
  4. Einrichtung und Unterhaltung einer ständig besetzten Feuerwehr- Einsatzleitstelle.

Aus dem Aufgabenkatalog der Landkreise gemäß §3 Absatz(1) des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes, eine FTZ einzurichten, ergeben sich drei Aufgabenbereiche, die in einer Zentrale zusammengefasst werden.

Technischer Bereich

Ausbildungszentrum

KFZ- Werkstatt Grundausbildung
Atemschutzwerkstatt Technische Lehrgänge
Schlauchpflegerei Allgemeine Fortbildung
Fahrzeughalle

 

Werkstätten in der Feuerwehrtechnischen Zentrale

  1. Schlauchpflegewerkstatt
  2. Gerätewerkstatt und Kfz-Werkstatt
  3. Prüfung und Wartung von Chemieschutzanzügen
  4. Atemschutzwerkstatt


Schlauchpflegewerkstatt
Bei fast jedem Brandeinsatz der Feuerwehren ist der Einsatz einer Vielzahl von Feuerwehrschläuchen erforderlich. Die Feuerwehren sind jederzeit mit gereinigten und geprüften Schläuchen auszurüsten. Die Arbeiten werden in der Schlauchpflegewerkstatt erledigt.

In diesem Bereich ist der Schlauchpfleger tätig. Seine Aufgabe ist die Betreuung der Schlauchpflegeanlage, insbesondere der Austausch der Schläuche  sowie das Erfassen und Verwalten des Schlauchbestandes.

In der Schlauchpflegewerkstatt werden die Schläuche für die Feuerwehren des gesamten Landkreises beschafft, gepflegt und gewartet.

 

Die Schlauchpflegewerkstatt der FTZ

   
Die Schlauchpflegewerkstatt besteht aus einer Schlauchwasch, -trocken und -prüfanlage mit einer Kapazität von 4 Feuerwehrschläuchen pro Waschgang und einer Werkbank mit 1 Vulkanisiergerät zum Reparieren der Schläuche.

Vulkanisiergerät

Ein Waschgang dauert ca. 1 Stunde. Während der Trocknungsphase ist der Pfleger mit dem Einbinden neuer Schläuche und Reparatur- und Flickarbeiten beschäftigt.

Das Arbeitsaufkommen richtet sich stark nach der Anzahl der Übungen und Einsätze der Feuerwehren.

Der Tausch von verschmutzten oder defekten Schläuchen wird von der FTZ übernommen.

Durch die Schlauchpflegezentrale sind bei Neubeschaffungen kostengünstige Sammelbestellungen möglich.

Die Feuerwehren der Städte und Gemeinden brauchen nur den nach Norm notwendigen Umfang mit einem geringen Reservebestand vorzuhalten, da die Versorgung zentral über die FTZ organisiert ist.

 



Gerätewerkstatt und KFZ-Werkstatt


Wartung eines Fahrzeuges in der FTZ KFZwerkstattEs sind vielfältige Aufgaben, mit denen die Werkstattmitarbeiter konfrontiert werden.

Die Palette reicht vom einfachen Motorölwechsel bis zur Reparatur der oft sehr komplizierten feuerwehrspezifischen Gerätetechnik. Dieses sind z.B Überprüfen  und Reparatur der Rettungssätze, Leitern., Leinen, Sicherheitsgurte Lufthebekissen usw.

Für diese Zwecke sind hochwertige Geräte und Maschinen in der FTZ vorhanden.

Mit diesen Mitteln und mit qualifiziertem Personal ist es möglich, die Reparaturkosten für die kreisangehörigen Kommunen niedrig zu halten.

Man muss bedenken, dass diese speziellen Geräte und Maschinen nur in Ausnahmefällen in Werkstätten vor Ort repariert werden können.

Eine aufwendige Überführung zum Herstellerbetrieb und eine lange Wartezeit werden durch die Arbeit der FTZ ebenso vermieden wie hohe Reparaturkosten.

Die FTZ berechnet den Städten und Gemeinden im Landkreis Grafschaft Bentheim keine Lohnkosten. Durch laufende Geräteüberprüfungen werden Folgeschäden vermieden und auch so Kosten gering gehalten.

Lediglich die Materialkosten müssen getragen werden.

Alle Daten der Feuerwehrfahrzeuge und Geräte werden in der FTZ verwaltet. So können Bestellungen frühzeitig erfolgen und lange Standzeiten werden vermieden.

Um mit der technischen Entwicklung Schritt halten zu können, werden die Mitarbeiter der FTZ ständig geschult

Computergestütze Pumpenprüfung

Der Pumpenprüfstand in der waschhalle

 

 

 

Hier werden die Feuerlöschpumpen und Saugschläuche
computergestützt überprüft.

 

Prüfung und Wartung von Chemieschutzanzügen

in diesem Bereich der FTZ erfolgt die Pflege, Prüfung und Reparatur aller Chemikalienschutzanzüge (CSA) im Landkreis Grafschaft Bentheim.

Eine Überprüfung mit Austauscharbeiten der Verschleißteile findet
in der Regel alle 12 Monate statt.

Außerdem selbstverständlich nach jedem Einsatz.

 

Atemschutzwerkstatt

Die AtemschutzwerkstattIn diesem Bereich ist der Atemschutzgerätewart tätig.

Seine Aufgabe ist die Wartung, Prüfung und Reparatur aller Atemschutzgeräte, Pressluftflaschen und Atemschutzmasken in regelmäßigen Abständen wie von den Unfallversicherungsträgern und Geräteherstellern vorgeschrieben.

Diese Arbeiten werden für die Geräte aller Feuerwehren im Landkreis erledigt. Der Atemschutzgerätewart ist speziell als Sachkundiger für diese Aufgaben ausgebildet und wird laufend bei den Geräteherstellern geschult, damit eine einwandfreie Aufgabenerfüllung in diesem äußerst verantwortungsvollen Bereich gewährleistet ist.

Die Organisation der Prüftermine gehört ebenfalls zu seinen Aufgaben.

Eine wichtige Aufgabe ist die Beratung der Städte und Gemeinden sowie der Gemeinde- und Ortsbrandmeister bei Beschaffungsmaßnahmen und die Information über neue Vorschriften im Bereich Atemschutz.

Eine besondere Aufgabe der Atemschutzwerkstatt ist das Füllen der Atemluftbehälter.

Man bedenke, dass diese Behälter mit einem Druck von bis zu 300 bar gefüllt werden.         

Es können in der Atemschutzwerkstatt gleichzeitig 6 Flaschen gefüllt werden. Außerdem können noch 3 Flaschen im Atemschutzübungskeller gefüllt werden.

Die Fülleiste des Atemluftkompressors

Somit ist der Atemschutzgeräteträger in der Lage, einen Vorrat von etwa 1800 Liter Atemluft in einer 6 Liter fassenden Flasche mit in den Einsatz zu nehmen. Das entspricht einer Einsatzdauer von etwa 20-30 Minuten je nach Schwere der Tätigkeit.

Um die Feuerwehren ausreichend zu versorgen, ist eine große Anzahl von Reserveflaschen im Landkreis beschafft worden, welche in der FTZ zum Tausch und bei Großeinsätzen zur Verfügung stehen.

Bei Einsätzen und Übungen ist es die Aufgabe des Atemschutzgerätewartes der FTZ, das Füllen der Flaschen und die Betreuung der Feuerwehren bei Großeinsätzen zu übernehmen.

Der Gesamtbestand an Geräten der Atemschutztechnik der Feuerwehren und der FTZ im Landkreis Grafschaft Bentheim beträgt über 300 Pressluftatmer.

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