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Sturmtief Sabine zieht über die Kreisstadt

Feuerwehren aus Nordhorn arbeiten 34 Einsätze ab

Bereits vor einigen Tagen, wurde das Tief Sabine vielfach durch die Medien angekündigt. Zu befürchten waren auch in unserer Region sehr starke Sturmböen durch das Orkantief.
Tatsächlich wurden ab Sonntagmittag die Böen deutlich stärker, sodass die Ortsfeuerwehr Nordhorn um kurz nach 13 Uhr zum ersten Einsatz ausrücken musste: Am Kohdiek war ein Baum auf die Straße gestürzt, dieser konnte schnell entfernt werden.
Kurze Zeit später fielen ebenfalls Bäume an der Straße Zum Wellmer und am Ootmarsumer Weg um. Beide wurden durch die Feuerwehr entfernt.
In relativ kurzer Zeit folgten nun viele weitere Einsätze: In der Alten Synagogenstraße drohte eine Werbereklame zu fallen, in der Dinkelstraße und der Wilhelm-Raabe-Straße stürzten Geländer zu Boden. In der Hamburger Straße lösten sich Dachteile an einem Einfamilienhaus. An vielen anderen Orten im Stadtgebiet fielen Bäume oder große Äste auf die Straße. Auch entstanden Schäden an Gebäuden durch den Sturm: In der Rovenkampstraße und am Promenadenweg wurde jeweils das Dach von Gebäuden beschädigt. In der Ochsenstraße stürzte sogar ein Teil eines Giebels auf die Straße. In Brandlecht stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus. Alle diese Einsätze wurden durch die Kameraden, nach Priorität sortiert, nach und nach abgearbeitet.

Zu dem wohl aufwändigsten Einsatz musste die Feuerwehr um kurz nach 18 Uhr ausrücken. Zunächst zu einem brennenden Baum auf einer Stromleitung gerufen, entwickelte sich der Einsatz dramatisch: Noch bevor die Kameraden mit der Brandbekämpfung beginnen konnten, stürzte die Hochspannungsleitung zu Boden, somit Bestand in der Umgebung akute Gefahr für Leib und Leben. Sofort wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften zu der Einsatzstelle an der Mathildenstraße beordert. Der bereits erloschene Baum, war tatsächlich das geringste Problem der Feuerwehr: Sofort galt es den Bereich um die Mathildenstraße, den Heideweg, Opolonystraße und Westfalenstraße abzusperren, denn die Leitung hing bereits bis zum Vennweg bedrohlich tief. Vereinzelt mussten auch Bewohner ihre Häuser verlassen.
Kräfte der Stromversorger machten sich sofort auf den Weg, brauchten jedoch durch die Wetterlage und damit eng verknüpfte Verkehrslage lange, bis diese an der Einsatzstelle waren und der Strom abgeschaltet war.
Der Einsatz war für die Feuerwehr nach etwa vier Stunden, gegen 22 Uhr beendet.

Auch am Montag musste die Ortsfeuerwehr Nordhorn noch bis zum Mittag zu fünf Sturmeinsätzen ausrücken.

Am vergangenen Mittwoch wurde die Feuerwehr noch zu einer Amtshilfe für den Rettungsdienst gerufen. Am Freitag musste die Feuerwehr zusammen mit der DLRG eine Leiche aus der Vechte bergen. Zu einem kleinen Brand kam es am Samstag in einer Kneipe in der Hagenstraße, dieser war jedoch bereits mit eigenen Mitteln gelöscht worden, die Kameraden der Feuerwehr kontrollierten die Einsatzstelle und rückten nach einer knappen halben Stunde wieder ein.