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Flugzeuge stoßen über Nordhorn zusammen

Sämtliche Nordhorner Hilfsorganisationen mit über 160 Kräften im Einsatz – Mehrere Verletzte – Bundeswehrfeuerwehr im Einsatz

Mit dem dramatisch klingenden Alarmstichwort „Flugzeugabsturz“ ist die Feuerwehr Nordhorn am Freitag um kurz nach 17:00 Uhr zur diesjährigen Industriegroßübung der Nordhorner Blaulichter zum Luft-/Bodenschießplatz der Bundeswehr in den Stadtteil Klausheide alarmiert worden.

Noch auf der Anfahrt des Brandmeister vom Dienst (BvD) teilte die Leitstelle diesem mit, dass unmittelbar über dem Eingangsbereich des Bundeswehrgeländes zwei Passagierflugzeuge zusammengestoßen sind. Ein Flugeug sei auf dem Gelände zu Boden gegangen. Ein weiteres läge nun auf dem Grund des Ems-Vechte-Kanals. Mit einer hohen Anzahl an verletzten Personen sei zu rechnen.

Schnell wird klar, dass die personellen und materiellen Resourcen der Feuerwehr Nordhorn nicht ausreichen, um diese Lage zu bewältigen. Zeitgleich werden also Technisches Hilfswerk (THW), DRK-Ortsverein, Malteser Hilfsdienst (MHD) Deutsche Lebens-Rettungs Gesellschaft (DLRG) und DRK-Kreisverband mit LNA (Leitender Notarzt) und OrgL (Organisatorische Leiter Rettungsdienst) alarmiert. Später wird ebenfalls die Rettungshundestaffel Grafschaft Bentheim zur Übung hinzugezogen.

Am Unglücksort sind eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. In gleich zwei Flugzeugwracks befinden sich verletzte Personen. Eines dieser Wracks liegt, wie durch die Leitstelle mitgeteilt, im Ems-Vechte-Kanal. Hier werden die DLRG Taucher eingesetzt, um diese zu befreien. Weitere Absturzopfer haben sich auf die Seite gegenüber des Schießplatzes gerettet. Der einzige Weg hierhin führt über den Kanal. Mittels Boot werden Mitglieder des DRK-Ortsverein, sowie Teams der Rettungshundestaffel übergesetzt.

Auf dem Gelände, unmittelbar neben dem Tower, liegt ein weiteres Flugzeugwrack. Auch hier sind Personen eingeklemmt. Durch die Besatzung eines Löschgruppenfahrzeugs der Feuerwehr Brandlecht werden diese befreit.

Tonnenschwere Trümmerteile des Towers sind hinabgestürzt und haben Personen unter sich begraben. Hier macht sich das THW an die Arbeit, um diese Personen schonend zu befreien.

Unterdessen breitet sich ein Waldbrand, ausgelöst durch ein brennendes Triebwerk, immer weiter aus. Mit einer Tragkraftspritze, in Stellung gebracht an der Uferböschung, wird das Löschwasser aus dem Kanal gefördert. Mit Unterstützung der Bundeswehrfeuerwehr wird der Waldbrand eingedämmt und schließlich gänzlich gelöscht.

Sämtliche Verletzte, gespielt durch Mitglieder des DRK-Ortsvereins Uelsen, werden mittlerweile durch DRK-Ortsverein und Malteser Hilfsdienst betreut. Hierzu wird in einer Fahrzeughalle ein Betreuungsplatz aufgebaut.

Im Anschluss an die diesjährige Industriegroßübung finden sich sämtliche Einsatzkräfte in der Fahrzeughalle zur Manöverkritik zusammen. Hier wird durch die Übungsbeobachter insbesondere die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen gelobt.